Chronik
der Freiwilligen Feuerwehr Kemmelbach

Macht und Ohnmacht des Menschen zeigten sich kaum anderswo so deutlich wie bei Feuerkatastrophen, wenn es galt Menschenleben dem Flammentod zu entreißen und Hab und Gut vor der Zerstörung zu bewahren.

Mit dieser Überzeugung traten einige Männer von Kemmelbach zusammen und gründeten am 1. März 1905 unsere Feuerwehr. Es waren 24 Herren aller Standes- und Berufsgruppen, die sich dem Gedanken der Nächstenliebe, seinen Mitmenschen in Not und Gefahr zu helfen, versprachen. Zwei Herren seien hier besonders zu erwähnen: der damalige Besitzer des Klosters, Herr Graf von Walterskirchen, sowie auch der damalige Besitzer der heutigen Firma Essmeister, Herr August Bilek.

Herr Graf von Walterskirchen war nur unterstützendes Mitglied, dagegen war Herr Bilek aktiver Feuerwehrmitglied und der erste Kommandant, damals Hauptmann genannt, unserer Feuerwehr. Herr Graf von Walterskirchen schenkte der Wehr den Baugrund zur Errichtung eines Zeughauses und finanzierte den Ankauf der Handdruckspritze mit. Das Zeughaus wurde im Jahre 1908 erbaut und hat bis heute noch seine ursprüngliche Form beibehalten, nur der Schlauchturm war früher aus Holz. Der Ankauf der Handdruckspritze wurde im Jahre 1909 getätigt.

Der Ausschuß der Feuerwehr Kemmelbach setzte sich aus sieben Mann zusammen. Es waren dies wie folgt die angeführten Herren:

Bilek August, Gasthofbesitzer ................................................................        1. Hauptmann
Hainitz Josef, Fleischhauer ....................................................................        2. Hauptmann
Pfannhauser Franz, Bäckermeister .........................................................        Zugführer
Raininger Vinzenz, Schneidermeister......................................................         Spritzenmeister
Pils Michael, Schuhmachermeister ...........................................................      1. Hornist
Kopetzky Johann, Sattlermeister ............................................................        2. Hornist
Kalopek Wenzel, Partieführer ................................................................        Obersteiger


Einer der ersten Großeinsätze der Feuerwehr Kemmelbach, wo sie die Schlagkraft und Einsatzfähigkeit unter beweis stellte, war ein Großbrand in Ströblitz im Jahre 1909, wo acht Häuser völlig eingeäschert wurden. Mit diesem Einsatz bestand der junge Verein die Bewährungsprobe und erntete große Anerkennung.

Die gemeinsamen Anstrengungen bei der Brandbekämfung führten zu einem engen Freundschaftsverhältnis mit den benachbarten Wehren.

Von den Jahren des ersten Weltkrieges fehlen die Unterlagen über die Tätigkeit unserer Feuerwehr, daß in Zeiten der Rückschläge der Verein dennoch bestehen bleibt, ist zu einem großen Teil der Persönlichkeit von August Bilek zu verdanken. Erst in den zwanziger Jahren zeigen wieder die dürftigen Unterlagen eine rege Tätigkeit in der Wehr. In Jahre 1924 Ankauf einer Anstell-Leiter (Schiebeleiter), sowie auch im gleichen Jahr Mitbegründung des Bezirksverbandes Ybbs, wo der damalige Hauptmann Bilek als dritter Mann gewählt wurde.

Vom Jahre 1920 bis 1938 war die Wehr im Ort und in der Umgebung 43 mal im Brandeinsatz gewesen.

Im Jahre 1932 wurde die erste Motorspritze Marke „Knaust“ angekauft. Mit diesem Ankauf beginnt eine neue Epoche in der Brandbekämpfung.

Gründungsfoto aus dem Jahre 1905

 
Ende und neues Beginnen

Im Jahre 1939 wurde die Freiwillige Feuerwehr aufgelöst und in die Feuerschutzpolizei umgegliedert. Dienstverpflichtete Männer mussten die Lücken schließen, welche durch Einberufung von Feuerwehrmännern zum Kriegsdienst entstanden waren. Zahlreiche Einsätze wurden auch in dieser Zeit im aufopfernden Dienst durchgeführt, welche überwiegend durch Fliegerangriffe und bei Heutransporten auf der Eisenbahn entstanden waren.

Am 25. Mai 1945 wird unsere Feuerwehr zum zweiten Mal ins Leben gerufen. Von der Feuerschutzpolizei wieder in eine Freiwillige Feuerwehr fundiert, die sich getreu zu dem Wahlspruch „Einer für Alle - Alle für Einen“ bekennt.

Im Jahre 1947 wurde über die Landesregierung ein Militärfahrzeug der Alliierten angekauft und zu einem Löschwagen umgebaut. Hier scheint zum ersten Mal in der Feuerwehr Kemmelbach die Beförderung der Tragkraftspritze und der Mannschaft mit feuerwehreigenen Fahrzeug auf.

In den folgenden Jahren war ein bedeutender Aufstieg in unserer Wehr zu verzeichnen. Im Jahre 1951 Ankauf einer zweiten modernen Motorspritze RW 75. Im gleichen Jahr wurde der Mannschaftsstand von 19 Aktive auf 30 bedeutend erweitert, der höchste Mannschaftsstand seit Bestehen der Feuerwehr.

Ein großes Augenmerk vom Kommando wurde auch schon seinerzeit auf die Ausbildung der Feuerwehrmänner gelegt. Demnach kommt einer großen Bedeutung der Erwerb des Feuerwehrleistungsabzeichens in Bronze schon beim dritten Landesleistungsbewerb im Jahre 1953 von einer Löschgruppe unserer Wehr zu. Die offizielle Krönung war ein Jahr später. 1954 erreichte diese Löschgruppe der Feuerwehr als erste Wehr im Abschnitt Ybbs das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber. In den folgenden Jahren nahm unsere Wehr bis zum Jahre 1959 an jedem Landesbewerb erfolgreich teil.

Im Jahre 1954 war auch unsere Wehr beim Donauhochwassser tagelang im schweren, großangelegten Hilfseinsatz.

Im Jahre 1958 wurde ein gebrauchter Wagen Opel 3,5 Tonnen angekauft und zu einem Löschwagen umgebaut, als Ersatz für das Alliirtenfahrzeug, da bei diesem schon zu große Reparaturen nötig waren. Im gleichen Jahr wurde unsere Feuerwehr in die FuB-Bereitschaft des Feuerwehrabschnittes Ybbs eingegliedert. Erste Überlandlöschhilfe bei Großbrand der ehemaligen Fa. Rauscher in Hausmening.

Im Jahre 1959 Ankauf einer Sirene. Dieser Kauf erschien als unbedingt erforderlich, da die Alarmierung der Wehrmänner bis zu diesem Zeitpunkt mit der Glocke, die bei der Statue des Heiligen Johannes neben dem Zeughaus angebracht war, durchgeführt wurde. Ein Großbrand in Königstetten gab dann den endgültigen Anstoß, geplant war dieser Ankauf ja schon längere Zeit. Es hatte sich nämlich folgendes zugetragen; ein Bewohner der Ortschaft Königstetten sollte sie Feuerwehr verständigen, doch dieser getraute sich nicht, die Glocke zu bedienen und so verzögerte sich die Ausfahrt der Wehr sehr beträchtlich. In diesem Jahr wurde auch wieder ein Vertreter unserer Feuerwehr, der damalige Kommandant Reichl, in den Bezirksausschuß gewählt.

Als Ersatz für die Tragkraftspritze Knaust wurde im Jahre 1961 die modernste TS, eine VW Automatic, angekauft. Für das ausgediente auch umgebaute Löschfahrzeug, Marke Opel, wurde erstmalig im Jahre 1967 ein neues Kleinlöschfahrzeug, Marke Ford Transit, angekauft, um die volle Einsatzfähigkeit zu gewährleisten und die Schlagkraft zu erhöhen. Auch die Ausbildung der Wehrmänner wurde in vollem Umfang durchgeführt, was als eines der obersten Gebote des Kommandos gehalten wurde. Junge aber auch ältere Feuerwehrmänner besuchten die NÖ. Landesfeuerwehrschule in Tulln, um die Ausbildung und die Kenntnisse im Feuerwehrwesen zu vervollkommnen.

So traten schon von unserer Wehr beim zweiten Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold im Jahre 1959 drei Kameraden an. Alle drei Männer haben mit Erfolg teilgenommen und das goldenen Leistungsabzeichen erworben.

Im Jahre 1968 wurde von der zuständigen Gemeinde Neumarkt - mit einem Kostenaufwand von S 130.000,- - das Zeughaus vollkommen renoviert und ein Teil neu dazugebaut.

Im Jahre 1970 Ankauf eines Funkgerätes für den neuen Löschwagen. In demselben Jahr tritt ein neues Feuerwehrgesetz in Kraft, welches das alte Vereinsgesetz ablöste und die Feuerwehr in eine Körperschaft öffentlichen Rechtes umwandelte. Dieses beinhaltet unter anderem auch, daß in einer Gemeinde nur eine Freiwillige Feuerwehr bestehen darf. Doch den Gemeinderäten, an der Spitze des Herrn Bürgermeisters ist es zu verdanken, daß in unserer Gemeinde keine Feuerwehr aufgelöst wurde.


Mit der immer mehr zunehmenden Verkehresdichte und dem Fortschreiten der Technisierung erfolgt ein Ansteigen der Verkehrsunfälle, daher entschloß sich unsere Feuerwehr im Jahre 1974 ein Kleinrüstfahrzeug, Marke Ford Transit, anzukaufen, da auch unsere geographische Lage diesen Ankauf erforderlich machte. Im Jahre 1977 wurde für das Kleinrüstfahrzeug auch ein Funkgerät angekauft, da die technische Einsätze fortlaufend steigen. Der Funk in der Feuerwehr ist eine unentbehrliche Einrichtung geworden und der trägt im wesentlichen zur schnelleren und gezielteren Einsatztätigkeit bei. 

Um aber auch bei der Naturgewalt „Wasser“ die entsprechende Einsatzfähigkeit zu haben, wurde im Jahre 1979 eine Zille mit Zillenanhänger angekauft.

Um die Schlagkraft und auch die Einsatzfähigkeit noch weiter zu erhöhen, beschloss die Wehr im Jahre 1980 den Ankauf eines gebrauchten Tankwagens TLF 1000 - der Ankauf wurde im Jahre 1981 durchgeführt. Den Ankauf eines gebrauchten Tankwagens deshalb, weil die Mittel für einen neuen nicht reichten.

Um die moderne Feuerlöschtechnik voll zu gewährleisten, wurde die Anschaffung von drei Atemschutzgeräten und 1 Funkgerät für die Ausrüstung des Tankwagens durchgeführt.

Ein Meilenstein in der Geschichte unserer Feuerwehr war wohl der Bau eines neuen Zeughauses. Das alte vorhandene Zeughaus entsprach in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen und die Wehr mußte schon Jahre zwei Einsatzfahrzeuge bei Kommandant Neubauer unterbringen. Im Herbst des Jahres 1983 wurde mit dem Bau begonnen.

Die Männer der Feuerwehr hatten sich bereiterklärt, sämtliche Arbeitsleistungen bei diesem Bau selbst und unentgeltlich durchzuführen. Das Baumaterial jedoch wurde von der Gemeinde bereitgestellt. Nach 4800 freiwilligen Arbeitsstunden hatten wir unser Ziel erreicht und das neue Zeughaus konnte am 6. Juni 1986 im Rahmen eines würdigen Festaktes seiner Bestimmung übergeben werden.

Da das im Jahre 1980 gebraucht gekaufte Tanklöschfahrzeug die Altersobergrenze für Einsatzfahrzeuge überschritten hatte, wurde im Jahr 1988 ein neues TLF-1000 Marke Mercedes-Benz angekauft. Ein Teil der Ausstattung konnte vom alten Fahrzeug übernommen werden, der Rest wurde neu angekauft um auf dem neusten Stand der Technik zu sein. In diesem Jahr wurde auch das 1. Zeltfest der Freiwilligen Feuerwehr Kemmelbach auf dem Zeltplatz in der Nähe des Bahnhofs veranstaltet, um mit den eingenommenen Geldern den Kauf des neuen Fahrzeuges überhaupt zu ermöglichen.

Wie bereits erwähnt verlagerte und verlagert sich der Einsatzbereich der Freiwilligen Feuerwehren immer mehr auf den technischen Bereich und somit hauptsächlich auf Verkehrsunfälle, bei denen immer öfter mit eingeklemmten Personen gerechnet werden mußte. Die Gerätschaften zum Bergen der Opfer stammten noch aus dem Jahre 1977 und die Bergung damit war noch sehr umständlich und langwierig. Deshalb wurde der Beschluß gefaßt, im Jahre 1989 einen Hydraulischen Bergesatz mit Schere und Spreitzer anzuschaffen. Mit diesem Gerät ist es nun möglich, ein Unfallopfer möglichst schnell, ohne grobe Erschütterungen und ohne Funkenbildung aus ihren Fahrzeugen zu befreien.
Als trauriges Detail sei erwähnt, daß zwei Tage nach dem Einbau das Gerät bereits seine erste „Feuerprobe“ durchzustehen hatte: Bei einem schweren Verkehrsunfall konnten mit Hilfe des neuen Gerätes leider nur 4 Todesopfer aus ihrem Fahrzeug geborgen werden.


1991 wurde ein neues Kleinrüstfahrzeug mit Bergeausrüstung erworben. Dies war notwendig geworden, da das Fahrgestell des alten Ford Transit mit dem Einbau des Hydraulischen Bergesatzes ausgelastet war. Beim neuen Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes Kastenwagen, der weit mehr Platz bietet und ein höheres zulässiges Gesamtgewicht besitzt. Die Gerätschaften konnten zum Großteil vom alten Fahrzeug übernommen werden, somit musste nur der Wagen mit den Befestigungen und Halterungen für das mitgeführte Gerät erneuert werden.
 

Der frei gewordene Ford Transit (Baujahr 1977) konnte in Eigenregie in ein Kleinlöschfahrzeug umgebaut, indem wir die Gerätschaften aus dem älteren Ford Transit (Baujahr 1967) ausgebaut, renoviert und in den neueren wieder einbauten. Der ältere Ford wurde in ein Versorgungsfahrzeug mit großer Ladefläche und leicht entfernbaren Einbauten umgebaut, um auch größere sperrige Gegenstände bei Bedarf transportieren zu können.

Durch das Hochwasser im Jahr 1991 und den tagelangen Einsatz entstand am Motor der Tragkraftspritze aus dem Jahre 1961 ein Schaden. Deshalb mußte nach der Reparatur der alten Spritze der Ankauf einer neuen beschlossen werden. Diese neue Tragkraftspritze Marke Rosenbauer Fox konnte im Frühjahr 1993 in Dienst gestellt werden.

In Hinsicht auf die zu erwartende Bezirksalarmierung wurde ebenfalls 1993 eine Funkfixstation im Gerätehaus eingerichtet, um von Gerätehaus aus mit der Bezirksalarmzentrale und mit der Mannschaft am Einsatzort jederzeit in Verbindung treten zu können.
Die Bezirksalarmierung konnte im Jahr 1994 in Betrieb genommen, hierfür wurden von der Feuerwehr Kemmelbach mit der Unterstützung des Zivilschutzverbandes eine Alamierungsanlage installiert. Um eine gezielte Alarmierung zu ermöglichen wurden zusätzlich zur Sirene zwanzig Personenrufempfänger angeschafft.

Im vergangenen Jahr mußten immer wieder Reparaturen an den älterne Einsatzfahrzeugen durchgeführt werden. Deshalb wurde 1996 beschlossen, auch das Löschfahrzeug zu erneuern. Der zum Versorgungsfahrzeug umgebaute Ford Transit wurde in ein serienmäßiges Fahrzeug umgebaut und verkauft. Wie bereits beim Ankauf des Kleinrüstfahrzeuges wird nur das Fahrzeug mit den Einbauten erneuert, die Geräte die sich im alten Löschfahrzeug befinden, darunter auch die neue Tragkraftspritze, wurden in das neue KLF eingebaut.


Es ist natürlich notwendig, die Mannschaft an der sich ständig ändernden Ausrüstung auszubilden. Hierfür sind zahlreiche Übungen und Schulungen von Nöten, denn das beste und nützlichste Gerät kann ohne richtiger Bedienung seinen Zweck nicht erfüllen.
Deshalb wurde in den letzten Jahren immer wieder an Feuerwehrleistungsbewerben und Wasserwehrleistungsbewerben auf Abschnitts-, Bezirks- und Landesebene teilgenommen.
Jeder einzelne Feuerwehrmann unserer Wehr wird sich voll und ganz im Dienste des Nächsten auch in Zukunft einsetzen, es ist ja unser ständiges Bestreben, unseren freiwillig übernommenen Feuerwehrdienst nach besten Kräften zu erfüllen und damit unserer Bevölkerung und Heimat zu dienen. Diese vor Unglück zu bewahren, ist stets unser einziges Ziel, wenn es auch des öfteren eine große und schwere Aufgabe ist.

Mag nunmehr diese Rückschau einen kleinen Überblick in das Geschehen der Freiwilligen Feuerwehr Kemmelbach gegeben haben, so wäre es unser Wunsch, daß diese Chronik eine Fortsetzung findet. Denn auch im vor uns liegenden Jahrhundert dürfte kaum auf die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr verzichtet werden können.

Abschließend zu dieser kurzgefaßten hundertjährigen Geschichte unserer Wehr gestatten Sie einen kleinen Gedanken, verbunden mit einer Bitte: Unterstützen Sie weiterhin die Feuerwehr in ihrer Tätigkeit, greifen Sie ihr hilfreich in finanzieller Hinsicht unter die Arme, es mag vielleicht auch einmal von Ihnen in einem Notfall der Ruf nach der Feuerwehr erfolgen und Sie können gewiß sein, es wird ihnen Hilfe zu Teil werden.

Einsatzstatistik:

Eine genaue Aufstellung sämtlicher Einsätze seit der Gründung der Feuerwehr kann infolge der Kriegswirren beider Weltkriege, wo die Unterlagen zum größten Teil abhandengekommen sind, nicht erstellt werden. Erst ab dem Jahr 1946 liegen Unterlagen auf. Von früheren Jahren wurden schon vereinzelt Einsätze vorhin angeführt, soweit sie aus den spärlichen Unterlagen ersichtlich waren.  

Einsatzstatistik für die Zeit von 1945 bis 1995

Zusammenfassung von jeweils fünf Jahren

Jahre

Brände

Technische E.

Brandwache n

Gesamteinsätze

1945-1950

14

2

0

16

1951-1955

13

10

0

23

1956-1960

18

20

0

38

1961-1965

14

16

0

30

1966-1970

11

17

0

28

1971-1975

12

23

0

35

1976-1980

10

38

0

48

1981-1985

8

68

0

76

1986-1990

20

109

0

129

1991-1995

28

147

11

186



Bemerkung: Bei dieser Statistik werden Brandsicherheiswachen erst seit dem Jahr 1993 als getrennte Sparte gezählt. In den Jahren davor wurden diese als Brandeinsätze gezählt.

       

Anhand dieser Grafik kann man sehr schön erkennen, wie schnell die Anzahl der Einsätze in den letzen Jahren angestiegen ist. Ein besonders rasches Wachstum weisen die technischen Einsätze auf, im Gegensatz zu Bränden, deren Anzahl ziemlich gleich geblieben ist.
Wie sich die Einsätze auf die einzelnen Bereiche Brände, Technische Einsätze und Brandsicherheitswachen aufteilen, kann man anhand des folgenden Diagramms erkennen. Hierbei sind Einsätze von den Jahren 1990 bis 1995 der Berechnung zu Grunde gelegt.

Bei der Einsatzstatistik möchten wir besonders auf einige Großeinsätze der letzten Jahre hinweisen, die von den Feuerwehrmännern bis zur Grenze der menschlichen Belastung alles abverlangte und wobei Hab und Gut der betroffenen Mitmenschen und auch wertvolles Volksvermögen vor der Vernichtung bewahrt werden konnte.

1987 -             Großbrand in Sarling, Wirtschaftsgebäude Dietl
1988 -             Großbrand in Pöchlarn, Fa. Neudagarn
1989 -             Hochwassereinsatz in Wang, Bezirk Scheibbs
1991 -             Hochwasssereinsatz in Kemmelbach und Ybbs/Donau
1994 -             Großbrand bei Windhof, Wirtschaftsgebäude Fuchs
                        Brand in Ybbs/Donau, Sägewerk Schweighofer
                        Brand in Ybbs/Donau, Fa. Schaufler
                        Brand in Wolfering
1995 -             Großbrand in Blindenmark Firma Eichhorn, Ziegelwerk
                        Hochwasser und Vermurungen infolge von Unwettern in Königstetten 

2001-              Großbrand Holzindustrie Schweighofer in Ybbs

2002 -             Hochwassereinsatz im März und August



Duch das erhöhte Verkehrsaufkommen auf der B1 und der B25 kam es zu zahlreichen Ausfahrten zu Verkehrsunfällen in den letzten Jahren. Als besonders gefährdetes Gebiet für Kollisionen und Unfälle hat sich der Bereich Unteregging  mit dem Kreuzungsbereichen B1/B25, Autobahnabfahrt/B25 und Bahnhofsbereich/B1 herauskristallisiert. Durch die Eröffnung von zwei Tanzlokalen in diesem Gebiet hat das Verkehrsaufkommen, durch die Diskobesucher  in der Nacht ebenfalls stark zugenommen.

Kommandanten der FF Kemmelbach seit 1905

1905 - 1932    Bilek August, Gastwirt
1932 - 1938    Jungwith Johann, Landwirt
1938 - 1945    Liedl Alois, Landwirt
1945 - 1950    Dangl Franz, Schumachergehilfe
1950 - 1965    Reichl Josef, Gutsverwalter
1965 - 1970    Essmeister Hans, Landesproduktehändler
1970 - 1996    Neubauer Josef, ÖBB-Beamter
seit 1996          Gulz Alois, Verkaufsleiter